Fortbildung

 

  • Information Webcast-Programm

    Alle Veranstaltungen des Webcast-Programms stehen Ihnen vom 4. November 2020 bis zum 3. November 2021 auf dem Kongressportal zur Verfügung

  • Neuroimmunologie

    Autoimmunkrankheiten

    Koordination: R. Linker (Regensburg), M. Mäurer (Würzburg)

    Der Kurs Autoimmunkrankheiten widmet sich im ersten Teil den modernen immuntherapeutischen Konzepten. CAR-T-Zellen sind hier von besonderem Interesse. Bei der CAR-T-Zell-Therapie handelt es sich um eine neuartige Immuntherapie, bei der gentechnologisch veränderte T-Zellen mit synthetischen antigenspezifischen Rezeptoren (sogenannte CARs – Chimäre Antigenrezeptoren) zur Anwendung kommen. Momentan finden gegen das Oberflächenantigen CD20 gerichtete CAR-T-Zellen zunächst in der Onkologie zur Behandlung von bestimmten B-Zell-Lymphomen und Leukämien Anwendung. Zukünftig könnten auch (neurologische) Autoimmunerkrankungen Ziel CART-Zell-vermittelter Therapiestrategien sein. Neben den CAR-T-Zellen möchten wir uns weiteren onkologischen Therapiekonzepten (Stichpunkt Checkpoint-Inhibitoren) widmen und uns hier insbesondere auf die neurologischen Nebenwirkungen fokussieren. Schließlich möchten wir etwas über den Tellerrand blicken und lernen, welche antiinflammatorischen Konzepte derzeit bei neurodegenerativen Erkrankungen von Bedeutung sind und ggf. auch in der neurodegenerativen Phase von entzündlichen ZNS-Erkrankungen von Wert sein können. Der zweite Teil des Kurses beschäftigt sich mit klinisch-differenzialdiagnostischen Themen. Hier wollen wir anhand der anatomischen Regionen Hirnnerven/Hirnstamm, Rückenmark und Muskel auf verschiedene neuroimmunologische Erkrankungen eingehen, die diese Regionen prädominant betreffen können.

    CAR-T-Zellen: State of the Art und zukünftige Entwicklungen
    H. Abken (Regensburg)

    Nebenwirkungen neuer Immuntherapien in der Onkologie: Was der Neurologe wissen muss
    R. Linker (Regensburg)

    Immuntherapeutische Ansätze in der Neurodegeneration
    J. B. Schulz (Aachen)

    Immunologische Erkrankungen der Hirnnerven
    M. Mäurer (Würzburg)

    Immunologische Erkrankungen des Rückenmarks
    M. Stangel (Hannover)

    Immunologische Erkrankungen des Muskels
    T. Ruck (Münster)

  • Neurologische Intensiv- & Notfallmedizin

    Curriculum Notfallmedizin „Leitsymptome in der Notaufnahme“

    Koordination: G. J. Jungehülsing (Berlin), S. Schönenberger (Heidelberg)

    Im Curriculum Notfallmedizin „Leitsymptome in der Notaufnahme“ werden die wichtigsten Leitsymptome Bewusstseinsstörungen, Sturz, Anfälle, Kopfschmerzen, funktionelle Störungen und Schwindel vorgestellt und diskutiert.

    Weil sich die Neurologie in den letzten Jahren immer stärker als eine Disziplin der Akut- und Notfallmedizin etabliert hat, ist die Kenntnis im Umgang mit den wichtigsten Leitsymptomen von herausragender Bedeutung.

    Der Kurs richtet sich an alle Neurologen, die in der Akutneurologie tätig sind. Dies sind neben den Kollegen in der Notaufnahme im Krankenhaus auch die Neurologen in den Praxen.

    Die Referenten werden neben einer breiten Übersicht über alle möglichen Differenzialdiagnosen die Wege zu einer möglichst raschen ätiologischen Zuordnung aufzeigen. Anhand klinischer Beispiele werden mögliche Komplikationen und Notfallszenarien ebenso diskutiert wie der Nutzen weiterer Zusatzdiagnostik.

    Leitsymptom Bewusstseinsstörung – Alles ist möglich und immer ein Fall für Neurologen
    G. J. Jungehülsing (Berlin)

    Leitsymptom Sturz – klinische Entscheidungen für Diagnostik und Therapie
    T. Günnewig (Recklinghausen)

    Leitsymptom Anfälle – auf das Wesentliche fokussieren, nichts übersehen
    V. Gaus (Berlin)

    Leitsymptom Kopfschmerzen – wann gefährlich?
    S. Schönenberger (Heidelberg)

    Leitsymptom funktionelle Störungen – häufig, lästig, „funktionell“?
    C. Hausteiner-Wiehle (Murnau)

    Leitsymptom Schwindel – peripher-vestibulär oder zerebrale Ischämie?
    W. Heide (Celle)



    Irreversibler Hirnfunktionsausfall – Hirntoddiagnostik

    Koordination: S. A. Brandt (Berlin)

    Die Feststellung des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls (IHA) ist Teil der Prognoseeinschätzung und unabhängig von der Organ- und Gewebeentnahme von grundlegender Bedeutung in der neurologischen und intensivmedizinischen Diagnostik. Die Frage nach dem IHA stellt sich, wenn die während der lntensivbehandlung regelmäßig überprüften Hirnfunktionen erloschen sind, während die maschinelle Beatmung oder die extrakorporale Oxygenierung den Gasaustausch sowie die Herz- und Kreislauffunktion noch künstlich aufrechterhalten werden. In diesem Kontext ist zu entscheiden, ob die intensivmedizinische Behandlung zu beenden oder dem Willen des Verstorbenen entsprechend die Organ- und/oder Gewebeentnahme einzuleiten ist.

    Die Kriterien stützen sich auf die bekannte Pathophysiologie, die exakte Einhaltung von Voraussetzungen, die Feststellung der klinischen Befunde und schließlich dem möglichen Nachweis der Irreversibilität des Hirnfunktionsausfalls.

    In drei Beiträgen werden
    1. ethisch-anthropologische Überlegungen und Sichtweisen zur
    2. die pathophysiologischen Prozesse um
    3. die klinischen und apparativen diagnostischen Abläufe bei der Feststellung des IHAs vermittelt.

    Anhand von Fallbeispielen werden häufige Fragen, mögliche diagnostische Fallstricke, die apparativen methodischen Besonderheiten und die korrekten und richtliniengemäßen Abläufe bei der Feststellung des IHA anschaulich vermittelt.

    Ethisch-anthropologischer Diskurs zum Hirntodkonzept
    F. J. Erbguth (Nürnberg)

    Pathophysiologie des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls (IHA)
    F. Salih (Berlin)

    Klinische und apparative Diagnostik des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls (IHA)
    S. A. Brandt (Berlin)



    Intensivneurologie

    Koordination: J. Bösel (Kassel), C. Dohmen (Bonn)

    Dieser Kurs fasst in sechs Vorträgen von sehr erfahrenen Klinikern die Quintessenz der neurologischen Intensivmedizin zusammen. Bewusst praxisnah, anhand von Beispielen, unter Einsatz von Abstimmungsverfahren und damit interaktiv werden alle relevanten Krankheitsbilder der Intensivneurologie behandelt. Krankheitsbilder, Diagnostik und Monitoring, Therapie, Komplikationen und Verläufe werden auf dem aktuellsten Stand der Wissenschaft mit den Teilnehmern bearbeitet, ohne dass jedoch die Vorträge zu studienlastig werden.

    Der bewusste Verzicht auf Basisthemen der allgemeinen Intensivmedizin (Beatmung, Sedierung, Ernährung etc.) und die Vermeidung von Redundanz zu anderen Angeboten des Kongresses erlaubt es, trotz der Kürze der Zeit den Fokus auf das zu setzen, was die Intensivneurologie ausmacht.


    Untersuchung des neurologischen Intensivpatienten, nicht invasives und invasives Neuromonitoring
    W.-D. Niesen (Freiburg)

    Intensivpflichtige intrazerebrale Blutung/Sinusvenenthrombose, Subarachnoidalblutung
    J. B. Kuramatsu (Erlangen)

    Schwerer ischämischer Schlaganfall, periinterventionelles Intensivmanagement, raumfordernde Infarkte
    J. Bösel (Kassel)

    Status epilepticus, unklare Bewusstseinsstörung/Enzephalopathie
    C. Dohmen (Bonn)

    Bakterielle und virale Meningoenzephalitis, Autoimmunenzephalitis
    M. Klein (München)

    Myasthene Krise, Guillain-Barré-Syndrom
    A. Meisel (Berlin)

  • Bewegungsstörungen

    Parkinson für Fortgeschrittene

    Koordination: A. Kühn (Berlin), C. Trenkwalder (Kassel)

    Seltene Differenzialdiagnosen der Parkinson-Erkrankung
    B. Balint (London, UK)

    Erkennen und Behandeln nicht motorischer Symptome bei der Parkinson-Erkrankung
    C. Trenkwalder (Kassel)

    Therapeutische Probleme im fortgeschrittenen Stadium der Parkinson-Erkrankung: tiefe Hirnstimulation, Pumpentherapien
    A. Kühn (Berlin)

  • Epilepsie

    Akutversorgung epileptischer und dissoziativer Anfälle

    Koordination: M. Malter (Köln), B. Vorderwülbecke (Berlin)

    Die Akutbehandlung epileptischer und dissoziativer Anfälle geschieht im Grenzbereich von Epileptologie und Akutneurologie. Hier werden in kritischen Momenten wegweisende Entscheidungen gefällt, die sich unmittelbar auf das Wohl des Patienten und langfristig auf seine Weiterbehandlung auswirken. Der Kurs will spezielle Herausforderungen in solchen Situationen kritisch beleuchten.

    Die Sinnhaftigkeit einer antiepileptischen Medikation nach akut-symptomatischem epileptischem Anfall soll kontrovers diskutiert werden. Eine gesonderte Betrachtung verdienen die Besonderheiten autoimmuner Anfälle im Grenzbereich zwischen akut-symptomatischer und chronischer Epilepsie. Zur Behandlung des refraktären Status epilepticus werden Status quo und Innovation einander gegenübergestellt. Den Schlusspunkt bilden dissoziative Anfälle, deren Akutversorgung so ganz anderen Prinzipien unterworfen ist als die epileptischer Anfälle.

    Die Veranstaltung wird von der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie e. V. mit einem Punkt anerkannt.
    Bitte beachten Sie, dass Sie die vollständige Veranstaltung ansehen müssen um die Teilnahmebescheinigung zu erhalten. Ihr Login und Logout werden elektronisch erfasst.

    Management akut-symptomatischer epileptischer Anfälle
    B. Vorderwülbecke (Berlin)

    Anfallsbehandlung bei Autoimmunenzephalitis
    C. G. Bien (Bielefeld)

    Intensivtherapie des Status epilepticus
    M. Malter (Köln)

    Situativer Umgang mit dissoziativen Anfällen
    M. Reuber (Sheffield, UK)

  • Neuroonkologie

    Hirntumore

    Koordination: U. Schlegel (Bochum), M. Weller (Zürich, CH)

    Die Behandlung neurologischer Symptome bei Gehirntumorerkrankungen betrifft insbesondere die medikamentöse Therapie von Epilepsien, das Management eines organischen Psychosyndroms und die Senkung von Hirndruck. Wesentlicher Bestandteil „neurologischer“ Betreuung sind jedoch auch das Erkennen und die effektive Therapie depressiver Syndrome. Hierzu werden konkrete Therapievorschläge gemacht.

    „cIMPACT“ ist ein Konsortium zur raschen klinischen Umsetzung neuer Forschungsergebnisse in Diagnostik und Therapie von Hirntumoren. Mit seinen Empfehlungen und mit der Revision der WHO-Klassifikation 2016 haben sich die diagnostischen Kriterien für diffuse Gliome grundlegend verändert. Es sind neue diagnostische Einheiten entstanden: Die günstigste Entität weist eine IDH-Mutation und eine 1p/19q-Ko-Deletion auf. Eine intermediäre Gruppe, „molekulare Astrozytome“, ist durch IDH-Mutationen bei Fehlen einer 1p/19q-Ko-Deletion charakterisiert. Glioblastome sind jetzt definitionsgemäß Tumore ohne IDH-Mutation und können ihrerseits wieder molekularen Untergruppen zugeordnet werden. Die Zuordnung zu einer dieser drei großen Gruppen bestimmt heute die Gliomtherapie.

    Es gibt nicht ein Glioblastom oder ein Astrozytom. Durch detaillierte molekulare Analysen sowie durch innovative experimentelle Modelle hat sich unser Verständnis der Pathogenese und Therapieresistenz von Hirntumoren grundlegend verändert. Bereits jetzt laufen frühe klinische Studien auf der Basis einer detaillierten molekularen Patientenselektion. Erste Ergebnisse werden bereits ausgewertet. „Maßgeschneiderte Therapiekonzepte“ für individuelle Patienten werden für eine zunehmende Zahl molekularer Subgruppen von Hirntumoren klinisch relevant sein. Damit hat sich auch die Entwicklung neuer neurobiologischer und immunologischer Therapien erheblich beschleunigt.

    Was muss ich als Nicht-Neuroonkologe wissen? Symptomatische Therapie bei Gehirntumoren
    U. Schlegel (Bochum)

    Wie muss ich 2020 Gliome behandeln? Neue europäische Leitlinien zu Diagnostik und Therapie
    M. Weller (Zürich, CH)

    Wie werde ich Hirntumore 2025 therapieren? Die Zukunft hat bereits begonnen
    M. Platten (Mannheim)

  • Neuroinfektiologie

    Fortbildungsakademie der DGNANI

    Koordination: K. Hahn (Berlin), H. Schmidt (Stade)

    Ungewöhnliche Manifestationen der Lues
    K. Hahn (Berlin)

    Update der Listerienmeningitis
    M. Obermann (Seesen)

    Leitliniengerechte Behandlung des Herpes Zoster
    M. Maschke (Trier)

    Liquordiagnostik der Meningoenzephalitis
    H. Schmidt (Stade)

  • Erkrankungen von Rückenmark, Nerv & Muskel

    Muskelerkrankungen: Leitpfade für Diagnostik und Therapie

    Koordination: B. Schrank (Wiesbaden), P. Young (Bad Feilnbach)

    Muskelerkrankungen sind für den Neurologen in der Praxis häufig eine Herausforderung, weil es sich um eine Vielzahl seltener Erkrankungen handelt mit großer Bandbreite des Schweregrads. Die Fortbildung wird zunächst einen Überblick über häufige Manifestationen von Muskelerkrankungen geben, ausgehend von der Hauptlokalisation des Befallsmusters.

    Im zweiten Teil werden spezielle Erkrankungsgruppen vorgestellt wie die entzündlichen, metabolischen Myopathien und die Endplattenstörungen.

    In vielen Fällen kann bereits mit der Anamnese und der klinischen Untersuchung eine Verdachtsdiagnose erfolgen, vorausgesetzt, das Krankheitsbild ist dem Untersucher geläufig.

    Der Kurs wird daher anhand von Video- und Bildbeispielen die „Gestalt“ der häufigeren Muskelerkrankungen zeigen und dabei die wesentlichen diagnostischen Schritte wie auch die jeweiligen therapeutischen Konsequenzen darstellen. Neuere Diagnostikverfahren, vor allem auf dem Gebiet der Bildgebung des Muskels und der molekulargenetischen Diagnostik, werden anhand der dargestellten klinischen Fälle erläutert.

    Differenzialdiagnose distaler myogener Muskelschwäche
    M. Vorgerd (Bochum)

    Differenzialdiagnose proximaler Muskelschwäche
    B. Schrank (Wiesbaden)

    Schwäche der Rumpfhalte- und Atemmuskulatur
    P. Young (Bad Feilnbach)

    Abnorme Muskelermüdbarkeit
    C. Schneider-Gold (Bochum)

    Metabolische Myopathien
    J. Schäfer (Dresden)

    Entzündliche Myopathien
    J. Schmidt (Göttingen)

  • Hirnnervenerkrankungen

    Differenzialdiagnose von Hirnstammerkrankungen

    Koordination: F. Blaes (Gummersbach), W. Heide (Celle)

    Erkrankungen des Hirnstamms bereiten oft diagnostische Probleme, da häufige Leitsymptome wie Gangunsicherheit und Schwindel relativ unspezifisch sind und der Standard-MRT-Bildgebung die entscheidende Pathologie leicht entgehen kann. Zudem werden auffällige MRT-Befunde immer wieder zu Unrecht in Kausalzusammenhang mit klinischen Symptomen gebracht.

    Dieser Kurs soll zeigen, dass aufgrund der heutigen Kenntnisse der funktionellen Anatomie des Hirnstamms der Neurologe unter Einbeziehung der Okulomotorik oft am Krankenbett eine exakte topische Diagnose stellen kann, die einen gezielten Einsatz moderner neurophysiologischer und bildgebender Techniken sowie Laboranalysen zur Klärung der krankheitsspezifischen Diagnose ermöglicht. Hier haben sich die diagnostischen Möglichkeiten in den letzten Jahren erheblich erweitert. Exemplarisch sollen dieses differenzialdiagnostische Vorgehen und das daraus resultierende Therapiemanagement an vaskulären und entzündlichen Hirnstammerkrankungen dargestellt werden, inklusive der immer größer werdenden Gruppe der autoimmunen Hirnstammenzephalitiden.

    Topische Beside-Diagnose Diagnose von Hirnstammläsionen: das Auge als Wegweiser
    W. Heide (Celle)

    Vaskuläre und metabolische Hirnstammerkrankungen
    J. Röther (Hamburg)

    Infektiöse und Antikörper-vermittelte Hirnstamm-Enzephalitiden
    F. Blaes (Gummersbach)

    Andere nicht infektiöse Hirnstamm-Enzephalitiden (MS, NMO, GFAP-A., Boeck, Behcet, Erdheim-Chester)
    P. Urban (Hamburg)



    Neuroanatomie für Diagnostiker

    Koordination: D. Timmann-Braun (Essen), H. Topka (München)

    Update Funktionelle Kompartimentierung des Kleinhirns – mit Schwerpunkt auf kognitiven Funktionen
    D. Timmann-Braun (Essen)

    Diagnostik peripherer Nervenläsionen: Fallstricke anhand von Beispielen
    H. Buchner (Recklinghausen)

    Navigationshilfen für die Topodiagnostik von Hirnstammläsionen
    H. Topka (München)



    Neuroophthalmologische Symptome / Befunde in der Notaufnahme

    Koordination: W. Heide (Celle), C. Ploner (Berlin)

    Alle Vorträge dieses Kurses sollen fallbasiert einen klinisch-praktischen, auch in der Notaufnahme handhabbaren Weg aufzeigen, um die häufigsten akuten neuroophthalmologischen Leitsymptome differenzialdiagnostisch abzuklären und zu behandeln. Im ersten Teil geht es um Erkrankungen der visuellen Afferenz, im zweiten Teil um Störungen der okulomotorischen Efferenz.

    Leitsymptom monokuläre Sehverschlechterung
    F. Ostendorf (Berlin)

    Leitsymptom Gesichtsfeldausfall
    C. Beisse (Heidelberg)

    Leitsymptom Pupillendifferenz
    H. Wilhelm (Tübingen)

    Leitsymptom Blickparese
    C. Ploner (Berlin)

    Leitsymptom Doppelbilder
    W. Heide (Celle)

    Leitsymptom Oszillopsien
    C. Helmchen (Lübeck)

  • Neuropsychologie & Rehabilitation

    Curriculum Neurorehabilitation Modul 1: Organisatorische Grundlagen – therapeutisches Team, Kostenträger

    Koordination: T. Mokrusch (Lingen)

    Allgemeine Strukturen der neurologischen Rehabilitation, Besonderheiten und Bedeutung des interdisziplinären Teams
    T. Mokrusch (Lingen)

    Rechtliche Rahmenbedingungen, unterschiedliche Zuständigkeiten der Sozialleistungsträger, SGB V und IX
    M. Jöbges (Bernau-Waldsiedlung)

    Qualitätssicherungsprogramme, Zertifizierungen, DRG und OPS, therapeutische Rehabilitationspflege
    A. Gorsler (Beelitz-Heilstätten)



    Curriculum Neurorehabilitation Modul 2: Neurophysiologische Grundlagen und Verfahren zur Unterstützung der Plastizität

    Koordination: A. Gorsler (Beelitz-Heilstätten)

    Grundlagen der Plastizität und nicht invasive Neuromodulation in der Neurorehabilitation
    A. Gorsler (Beelitz-Heilstätten)

    Medikamentöse Unterstützung der Funktionserholung
    J. Liepert (Allensbach)



    Curriculum Neurorehabilitation Modul 3: Spezifische Therapieverfahren in der Rehabilitation der Motorik

    Koordination: C. Dohle (Berlin)

    Rehabilitation der Mobilität
    C. Dohle (Berlin)

    Rehabilitation der oberen Extremität
    T. Platz (Greifswald)



    Curriculum Neurorehabilitation Modul 4: Rehabilitation von kognitiven Störungen

    Koordination: H. Hildebrandt (Bremen)

    Rehabilitation organisch bedingter Gedächtnisstörungen: was, wann, für welche Patienten?
    H. Hildebrandt (Bremen)

    Schwere Bewusstseinsstörungen
    A. Bender (Burgau)



    Curriculum Neurorehabilitation Modul 5: Rehabilitation von Sprache und Schlucken, Bedeutung der Ernährung

    Koordination: R. Dziewas (Münster)

    Schluckstörungen und Trachealkanülen-Management
    R. Dziewas (Münster)

    Ernährung in der neurologischen Rehabilitation
    A.-K. zur Horst-Meyer (Berlin)

    Aphasie-Therapie: status quo
    R. Darkow (Graz, AT)

  • Interdisziplinär & Sonstiges

    Kinderwunsch trifft Neurologie: ein Update

    Koordination: K. Hellwig (Bochum), B. Schmitz (Berlin)

    In den letzten Jahrzehnten hat die Neurologie einen nahezu unvergleichlichen therapeutischen Aufschwung und damit auch eine bessere Prognose verschiedener Krankheitsbilder erlebt. Dies gilt insbesondere für einige neurologische Krankheitsbilder, von denen auch schon junge Menschen betroffen sind, wie Multiple Sklerose, Kopfschmerz und Epilepsie. Für die behandelnden Neurologen sind Kenntnisse zum Verlauf der entsprechenden Erkrankungen in der Schwangerschaft und post partum und zu aktualisierten Besonderheiten der medikamentösen Therapien in der Planungsphase/während einer Schwangerschaft und der Stillzeit unabdingbar.

    Da die Versorgung von Schwangeren mit akuten neurologischen Symptomen eine besondere Herausforderung darstellt, werden wir in einem Vortrag auch auf die Differenzialdiagnostik und Behandlung von Kopfschmerz-Syndromen in der Schwangerschaft eingehen.

    Ziel ist es, den aktuellen Wissensstandard zum therapeutischen Umgang mit wichtigen chronischen neurologischer Erkrankungen in den verschiedenen Phasen der Familienplanung, aber auch zu akut aufgetretenen Kopfschmerz-Syndromen in der Schwangerschaft zu vermitteln.

    Neuroimmunologische Erkrankungen
    K. Hellwig (Bochum)

    Epilepsie
    B. Schmitz (Berlin)

    Kopfschmerzen
    U. Reuter (Berlin)



    Neurologische Begutachtung – Fortgeschrittene

    Koordination: A. Ferbert (Kassel), H.-C. Hansen (Neumünster)

    Für DGNB-Mitglieder, die sich zum „Zertifizierten Gutachter der Deutschen Gesellschaft für Neurowissenschaftliche Begutachtung e. V.“ zertifizieren oder rezertifizieren lassen möchten, wird die Teilnahme im Antragsverfahren äquivalent zu 4 CME-Punkten gewertet.

    Bitte beachten Sie, dass Sie den vollständigen Kurs ansehen müssen um die Teilnahmebescheinigung zu erhalten. Ihr Login und Logout werden elektronisch erfasst.

    Abgrenzung „bewusstseinsferner“ psychischer Störungen von nicht krankhaften Entschädigungswünschen
    B. Widder (Günzburg)

    Terminologische Fallstricke in der Begutachtung
    P. W. Gaidzik (Witten)

    Neurologische und neuropsychologische Folgen nach Schädel-Hirn-Trauma
    A. Ferbert (Kassel)

    Berufskrankheiten
    G. Gahn (Karlsruhe)

    Toxische und metabolische Enzephalopathien in der Begutachtung
    H.-C. Hansen (Neumünster)

    Wirbelsäuleneingriffe in der Arzthaftpflicht
    M. Zumkeller (Hannover)



    Neurologische Symptome bei internistischen Erkrankungen

    Koordination: M. Maschke (Trier), O. Kastrup (Essen)

    Internistische autoimmunologische Erkrankungen und onkologische Erkrankungen sind epidemiologisch zunehmend. Rheumatische Erkrankungen gehören z. B. weltweit zu den häufigsten Erkrankungen und betreffen etwa 2 % der erwachsenen Bevölkerung. Die Therapie hat sich dabei in den letzten Jahren entscheidend verändert. Die Erkrankungen können neben der internistischen Manifestation auch das zentrale oder periphere Nervensystem beeinflussen und bedürfen daher einer interdisziplinären Betreuung. Die Diagnostik ist dabei teilweise durch Nebenwirkungen der internistisch eingesetzten Medikamente wie Biologicals oder der differenzierten Tumortherapie inklusive neuerer Check-Point-Inhibitoren erschwert. Opportunistische Infektionen sind gerade bei den hämatologischen Erkrankungen oder beim Einsatz monoklonaler Antikörper bei autoimmunologischen Erkrankungen häufig und erfordern ein spezielles Fachwissen der mitbetreuenden Neurologen. Die Spannbreite der neurologischen Manifestationen reicht dabei von aseptischen Meningitiden über parenchymatöse Beteiligungen bis hin zu Hirnnervenausfällen, Myelitiden, Polyneuropathien und Myopathien. Schlaganfälle wie auch Sinusvenenthrombosen sind ebenfalls bei den zu besprechenden internistischen Erkrankungen häufiger als in der Allgemeinbevölkerung. Die steroidresponsive Enzephalopathie assoziiert mit Autoimmunthyreoiditis (SREAT) wie auch die autoimmune Enzephalitis beim Neurolupus oder bei der Neurosarkoidose sind wichtige Differenzialdiagnosen zur Encephalomyelitis disseminata und der limbischen Enzephalitis.

    Der Kurs soll die notwendigen Kenntnisse in der klinischen Präsentation neurologischer Beteiligungen rheumatologischer, hämatologischer, endokrinologischer und granulomatöser Erkrankungen vermitteln und die daraus resultierenden diagnostischen Überlegungen und Therapien vorstellen.

    Neurosarkoidose und Neurobehcet: Was ist neu?
    M. Buttmann (Bad Mergentheim)

    Rheumatologische Erkrankungen und Neurologie: Was ist zu beachten?
    M. Maschke (Trier)

    Was hat die Schilddrüse mit Neurologie zu tun?
    V. Limmroth (Köln)

    Onkologische Medikamente und neurologische Nebenwirkungen
    O. Kastrup (Essen)

    Interessante Kasuistiken
    O. Kastrup (Essen)



    Neurosonologie

    Koordination: H. Krämer-Best (Gießen), M. Nedelmann (Pinneberg)

    Dieser Kurs wird nicht von der DEGUM zertifiziert.

    Tipps und Tricks zur Stenosediagnostik an den Carotiden
    M. Nedelmann (Pinneberg)

    Diagnostik des persistierenden Foramen ovale: wie und wozu?
    J. Harrer-Haag (Sankt Ingbert)

    Nerven- und Muskelsonographie: Neues und Bewährtes
    H. Krämer-Best (Gießen)



    Vorsicht, EEG – Fehlinterpretation vermeiden

    Koordination: J. Jacobs-Le Van (Freiburg), S. Noachtar (München)

    Was sieht aus wie Epilepsie, ist es aber nicht?
    J. Rémi (München)

    Fallstricke des EEG im Kindesalter
    J. Jacobs-Le Van (Freiburg)

    Vorsicht, EEG! Fehlbeurteilungen vermeiden
    S. Noachtar (München)

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