DGN(forum: Neurologie im Diskurs

dgnforum 800Auf dem DGN(forum tauschen sich Experten über aktuelle berufliche und gesellschaftliche Themen aus.

Spannend, kontrovers, strategisch

Die Diskussionsveranstaltungen im DGN(forum auf der Bühne des Mozartsaals ergänzen das Wissenschafts- und Fortbildungsprogramm um Themen der Arbeitswelt, der Berufspolitik, des Nachwuchses, der Öffentlichkeitswirkung und der strategischen Ausrichtung der Neurologie. Das Diskussions- und Vortragsprogramm bietet Gelegenheit zum Meinungsaustausch mit Kollegen, führenden Experten, dem DGN-Vorstand sowie anderen Fachgesellschaften.

Neben den Diskussionsveranstaltungen finden Besucher im DGN(forum die Informationsstände von DGN, Jungen Neurologen, des Stellenmarkts Neurologie der DGN und Non-Profit-Organisationen. Im beliebten Lounge-Bereich ist genug Platz zum Kennenlernen und fürs Networking.

Donnerstag, 21. September 2017

13:30 - 15:00

Medizin, Ethik und Ökonomie – Zeit für eine neue Wertediskussion in der Neuromedizin

Vorsitz: G. J. Jungehülsing (Berlin)

„Das Beste für unsere Patienten finden“ wird zunehmend eine Gratwanderung zwischen Indikation und Ökonomie. Dieses DGN(forum packt ein systemisches Thema an: Ethik und Ökonomie sind nicht unbedingt zwei unvereinbare Pole, lautet der Ansatz dieser Diskussionsrunde; sie können sich gegenseitig befruchten, Eingefahrenes in Frage stellen und zu einer besseren Versorgung der Patienten führen, vielleicht mehr Zuwendung erlauben. Um diesen Weg einzuschlagen, brauchen wir eine offene Diskussion über Sinn und Unsinn unseres Tuns, und wir brauchen in den Kliniken und Praxen eine von Medizin, Ethik und Ökonomie geprägte (Unternehmens-)Kultur des medizinischen Handelns. „Medizin, Ethik und Ökonomie – Zeit für eine Wertediskussion in der Neuromedizin“ initiiert diesen Diskurs speziell für den Bereich Neuromedizin mit Fachleuten aus den verschiedenen Bereichen (Medizin, Ethik, Ökonomie, Pflege). Die Veranstaltung richtet sich an alle Kolleginnen und Kollegen, die Therapieentscheidungen treffen müssen und die sich eine medizinische Unternehmenskultur wünschen, an alle Entscheider und Führungskräfte in Kliniken – medizinisch, kaufmännisch und pflegerisch.

13:30: Impulsvortrag: Zeit für einen neuen medizinethischen Diskurs in der Neurologie!
G. J. Jungehülsing (Berlin)

13:38: Impulsvortrag: Leiden in der Parallelwelt: Überdiagnosen, Fehlanreize - und wo bleibt der Patient?
W. Bartens (München)

13:46: Impulsvortrag: Rettet die Medizin – sie braucht es!
P. P. Pramstaller (Bozen, IT)

13:54: Diskussion: Zeit für eine Wertediskussion der Neuromedizin

Moderation: G. J. Jungehülsing (Berlin)

Diskutanten:
W. Bartens (München)
C. Klein (Lübeck)
P. P. Pramstaller (Bozen, IT)
N. Primc (Heidelberg)

Donnerstag, 21. September 2017

15:30 - 17:00

Fahrplan für die Telemedizin – wohin steuert die digitale Neurologie?

Vorsitz: G. Nelles (Köln), DGN-Präsidiumsmitglied; M. Grond (Siegen)

Längst ist es nicht mehr die Frage „ob“ Teleneurologie kommt, sondern „wie“ sie gestaltet wird. Der Ärztetag etwa hat 2017 beschlossen, telemedizinische Leistungen auch ohne Patientenvorstellung abzurechnen, kurz danach fand der erste Deutsche Kongress für Teleneurologie statt, auf dem sich zahlreiche Projekte vorstellten – mit sehr unterschiedlichen Entwicklungsgraden. Mit Tele-Stroke-Projekten war die Neurologie ein früher Anwender der Technologie. Doch was ist sonst noch möglich und sinnvoll? Im vergangenen Jahr hat die DGN in ihrem Forum eine erste Bestandsaufnahme der digitalen Neurologie durchgeführt und es in einem Dossier dokumentiert. In diesem Jahr möchte das DGN(forum alle Kolleginnen und Kollegen für den Gedankenaustausch zusammenführen, die ein Projekt betreiben oder eines planen. Der Fokus liegt im Erfahrungsaustausch. Ein weiteres Ziel ist es, gemeinsam mit der digitalaffinen Community innerhalb der Neurologie die Position der DGN zur Teleneurologie weiterzuentwickeln.

Moderation: M. Grond (Siegen), Vorsitzender der Perspektivenkommission der DGN

15:32: Teleneurologie – wohin steuert die digitale Neurologie?
H. Audebert (Berlin)

15:44: Neue Möglichkeiten der Kommunikation: Learnings vom ersten Teleneurologie-Kongress
O. Witte (Jena), Kongresspräsident 1. Deutscher Teleneurologie-Kongress

15:58: Showcase: Teleneurologie, Telerehabilitation, Teleadministration und Telewissenschaft über 12.000 km
U. Meyding-Lamadé (Frankfurt/Main)

16:06: Showcase: Tele-Neurorehabilitation
M. Jöbges (Bernau bei Berlin)

16:14: Showcase: TeleEp – Tele-Epileptologie
H.M. Hamer (Erlangen)

16:19: Diskussion

16.55: Zusammenfassung: digitale Neurologie und DGN?

Koordination: F. Miltner, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der DGN, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 0171 8382890

Donnerstag, 21. September 2017

17:30 - 19:00

Gender Diversity in Neuroscience – heute, morgen, übermorgen

Vorsitz:
C. Klein (Lübeck)
B. Wildemann (Heidelberg)

Zahlreiche Neurologinnen, Neuropathologinnen und Neurowissenschaftlerinnen leisten an verschiedenen Universitätskliniken hervorragende wissenschaftliche und klinische Arbeit und sind auf dem besten Weg zu einer erfolgreichen akademischen Karriere. Um die Leistungen dieser hochqualifizierten Assistenz- und Fachärztinnen besser sichtbar zu machen, wurde vor einigen Monaten die Initiative „Women in Academic Neuroimmunology and Neuroscience“ (kurz: WaNI) gegründet. Die Initiative zielt auch darauf ab, die Karrierechancen dieser jungen Akademikerinnen zu verbessern. Denn es ist eine Tatsache, dass der Frauenanteil im Fachbereich Neurologie stetig wächst. In den kommenden Jahren sollten deshalb auch – mehr als bisher – begabte weibliche Führungskräfte mit ausgewiesenen klinischen und wissenschaftlichen Schwerpunkten in entsprechend hochrangige akademische Positionen aufrücken. In diesem Workshop sollen die Perspektiven hinsichtlich der Förderung von Wissenschaft und Forschung für begabte Ärztinnen und Wissenschaftlerinnen beleuchtet werden, insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen personellen Entwicklungen im Fachgebiet Neurologie.

17:30: Begrüßung

17:35: Medical Women on Top
C. Groß (Berlin)

18:05: Gender-Aspekte im Fachgebiet Neurologie – Fakten und Zahlen
C. Klein (Lübeck)

18:25: Gender-Aspekte aus Sicht des neurologischen Nachwuchses
S. Aschenberg (Köln)

18:45: Schlusswort
W. Wick (Heidelberg)

18:55: Diskussion

 

Freitag, 22. September 2017

08:30 – 10:00

Können wir Inklusion? Herausforderungen und Ansprüche geistig behinderter Patienten im neurologischen Alltag

Vorsitz:
F. Bösebeck (Rotenburg)
C. Brandt (Bielefeld)

Geistige Behinderung ist die häufigste Entwicklungsstörung. In der westlichen Welt liegt die Prävalenz bei etwa 6-10/1000 Erwachsenen und 3-14/1000 Kindern. Menschen mit einer geistigen Behinderung leiden bereits in jungen Jahren überdurchschnittlich häufig an einer Reihe typischer Begleiterkrankungen. Hierzu zählen insbesondere epileptische Anfälle, Verhaltensauffälligkeiten und relevante motorische Beeinträchtigungen. Insbesondere die eingeschränkte oder gänzlich fehlende Einsichts- und Kommunikationsfähigkeit stellt medizinische Leistungsanbieter im Alltag vor erhebliche inhaltliche und strukturelle Herausforderungen. Dies setzt diese Patientengruppe dem Risiko einer verminderten Teilhabe an der medizinischen Versorgung aus. Nicht zuletzt durch die Ratifizierung der UN-Behindertenrechtekonvention durch den Deutschen Bundestag, die Veröffentlichung von Qualitätsstandards für eine behindertengerechte medizinische Versorgung sowie die Verabschiedung des §119c SGB V, der die Zulassung von Medizinischen Behandlungszentren für Menschen mit Behinderungen (MZEB) regelt, haben Gesetzgeber und Behindertenverbände einen klaren Auftrag zu einer Neugestaltung und Öffnung der medizinischen Versorgungslandschaft für diese Gesellschaftsgruppe erteilt. Aufgrund des hohen Anteils neurologischer Begleiterkrankungen bei geistiger Behinderung sind daher neurologische Leistungsanbieter und Fachgesellschaften zu einem Um- und Überdenken hinsichtlich innovativer und auf die Ansprüche der Betroffenen ausgerichteter Versorgungsstrukturen aufgefordert. Die Veranstaltung richtet sich an alle Kolleginnen und Kollegen in neurologischen Einrichtungen.

08:30: Einleitung

08:35: Medizinische Versorgung von Menschen mit geistiger Behinderung in Deutschland
F. Bösebeck (Rotenburg)

09:00: Epilepsiebehandlung bei Menschen mit geistiger Behinderung
C. Brandt (Bielefeld)

09:25: Vernetzte Versorgungsstrukturen bei syndromalen Erkrankungen am Beispiel des Tuberöse-Sklerose-Komplexes (TSC)
K. M. Klein (Frankfurt/Main)

09:50: Diskussion

Freitag, 22. September 2017

08:30 - 10:00

BDN-Forum: E-Health und Telemedizin in der Neurologie – Zukunft trifft auf Alltag in Klinik und Praxis (Saal 4)

Vorsitz:
C. Gerloff (Hamburg)
U. Meier (Grevenbroich)

E-Health war noch vor einigen Jahren für viele Kolleginnen und Kollegen in Klinik und Praxis ein Begriff aus einer scheinbar weit entfernten Zukunft. Doch in den letzten Jahren hat die Entwicklung rasant an Fahrt aufgenommen. Spätestens mit der Einführung des E-Health-Gesetzes gehören telemedizinische Anwendungen oder der elektronische Arztbrief zu unserem Alltag. Doch das ist nur ein erster Schritt: Big Data, innovative Apps und eine immer mehr globalisierte Medizin scheinen die Medizin in den kommenden Jahren zu revolutionieren. Mit dieser Veranstaltung wollen wir zum einen eine Bestandsaufnahme machen: Was ist mehr Vision und Medienhype, und wo hat E-Health schon Einzug in den Alltag gefunden? Welche „Kinderkrankheiten“ und Umsetzungsbarrieren gibt es noch, und was wünschen sich die Anwender konkret von den Entscheidungsträgern? Zum anderen hat die Zukunft in der Versorgung tatsächlich schon begonnen. Neben vielen engagierten und wissenschaftlich motivierten Projekten möchten wir im BDN-Forum über Versorgungsverträge der Berufsverbände mit Krankenkassen und KVen berichten, die die Telemedizin vielerorts im kommenden Jahr Realität im Versorgungsalltag werden lassen.

08:30: Begrüßung und Einleitung

08:40: E-Health und Telemedizin: Bestandsaufnahme und Erwartungen der Politik
B. Michatz (Berlin)

08:50: E-Health und Big Data: künftige Entwicklungen
P. M. Schäfer (Berlin)

09:05: Telemedizinische Versorgungsprojekte der neurologischen Berufsverbände
S. Monks (München), G. Nelles (Köln)

09:30: Telemedizin aus Sicht der Krankenkassen
B. Dziuk (Erfurt)

09:45: Diskussion

Freitag, 22. September 2017

14:30 - 16:00

Notstand in der Notaufnahme: Wie steuern wir gemeinsam die neurologischen Patientenströme?

Vorsitz:
F. J. Erbguth (Nürnberg)
H. Topka (München)

Die neurologische Notfallmedizin hat sich in den vergangenen Jahren zum drittwichtigsten Gebiet in den Krankenhausnotaufnahmen entwickelt – nach Chirurgie und Innerer Medizin. Dies zeigt eine aktuelle Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN). Ein nicht unerheblicher Teil der Patienten stellt sich wegen akuter und subakuter neurologischer Symptome in den Notaufnahmen vor. Der Anteil von Patienten, die aus der Notaufnahme stationär in die Neurologie aufgenommen werden, hat sich in zehn Jahren sogar von 40 auf 80 Prozent verdoppelt. Dies verursacht massive Personal- und Finanzierungsprobleme für die neurologischen Abteilungen und Kliniken. Die Krankenhausneurologen nehmen die Herausforderung gerne an, doch die Rahmenbedingungen der Notfallversorgung hinken der zunehmenden Inanspruchnahme der Notfallmedizin hinterher. Welche Rollen spielen Niederlassungen bei der Versorgung dieser Patienten? Jetzt sind auch die gesundheitspolitischen Akteure am Zug. Die DGN möchte mit dieser Veranstaltung mögliche Lösungsansätze identifizieren und bewerten. Die Veranstaltung richtet sich an alle niedergelassenen Neurologen und Nervenärzte, alle Führungskräfte und Entscheider in Kliniken, Mitarbeiter in Notaufnahmen und Medienvertreter.

14:30: Impulsvortrag: Ergebnisse der aktuellen Umfrage zur neurologischen Notfallmedizin
H. Topka (München)

14:35: Impulsvortrag: Echte und gefühlte Notfälle – zwischen Absicherungsmedizin und pragmatischen „weisen“ Entscheidungen
F. J. Erbguth (Nürnberg)

14:40: Impulsvortrag: Ambulante Notfallversorgung zwischen Fehlanreizen, Fehlallokation und unbegrenztem Leistungsversprechen – Was muss sich ändern?
U. Meier (Grevenbroich)

14:45: Impulsvortrag: Ausbildung in Neurologischer Notfallmedizin: Sind die Kliniken gerüstet?
G. Gahn (Karlsruhe)

14:50: Impulsvortrag: Sichtweise der Körperschaft, die den Sicherstellungsauftrag im ambulanten Bereich hat
B. Trebar (Berlin), Leiter Abteilung Versorgungsstrukturen, Kassenärztliche Bundesvereinigung KBV

14:55: Diskussion
F. J. Erbguth (Nürnberg)

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Veranstaltungsort

CCL – Congress Center Leipzig
Messe-Allee 1
04356 Leipzig
www.ccl-leipzig.de